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Freitag, 4. April 2014

Agatha Teil 1

Jetzt schreibe ich doch einmal einen Zwischenstand zu meiner Zelda-Agatha, die auf meiner Jahreswunschliste ganz weit oben stand. Die mich jetzt einige Zugfahrten lang begleitet hat und dank Lernstress und Matrimonio Bolero weit unten irgendwo in meinem Chaos liegt. Leider komme ich momentan null und nix zum Stricken, was sehr schade ist!




Die Wolle "Innsbruck" ist einfach traumhaft, fühlt sich so weich an, kratzt nicht und hat die wunderbarste Farbe der Welt. Beim Bestellen war ich mir nicht ganz sicher ob des Farbtons, ich stelle mir unter "weinrot" einen weniger violett-beeren-stichigen Farbton vor. Jetzt bin ich aber so begeistert von der Farbe.

Mit dem Strickmuster hatte ich anfangs so meine liebe Mühe. Der Hauptgrund dafür ist, dass ich keine Ahnung habe, wie das Jäckchen konstruiert ist, wenn ich das Strickmuster vor mir habe. Wenn ich "back" stricke, wo ist oben und wo unten? Muss das das ganze Rückenteil sein oder wie? Das fand ich schon etwas verwirrend. Manchmal wäre eine Bilderanleitung für gelegentliche Strickdummies sehr förderlich.

Ich hatte bisher zwei grosse Probleme die ich hier notiere, falls jemand auch einmal an die Grenzen seiner Strickintelligenz stösst:

- die Rows im Strickmuster und im panel (Musterrapport) sind NICHT die gleichen und müssen separat gezählt werden, was leider nicht geschrieben steht. Vielleicht wäre das ja aber auch logisch und ich habe einfach eine nasse Zündschnur. Die Rows im Musterrapport müssen auch unbedingt korrekt eingehalten werden, damit es stimmt, wenn die Vorder- und Rückenteile zusammengestrickt werden. Am einfachsten geht das Musterrapport-zählen, indem man ein post-it über die jeweils gestrickte Reihe im Rapport klebt...

- Man beginnt mit dem back womit gemeint ist: das Rückenteil vom Halsausschnitt aus bis zum unteren Ende vom Ärmelausschnitt. Danach werden die left front und right front angestrickt und ebenfalls bis zum unteren Ende des Ärmelausschnitts gestrickt. Dann werden das linke Vorderteil, das Rückenteil und das rechte Vorderteil zusammengestrickt und die Jacke top-down weitergestrickt. Als ich zur left front kam, hatte ich echt keine Ahnung, was Frau Satterlund von mir will, bzw. was ich denn genau da anstricke...ich fand das eher verwirrlich und habe erst im Laufe der Zeit erkannt, was ich denn genau mache.

Seitdem ich aber diese Verständnishürden überwunden hatte, macht das Stricken grossen Spass, das Muster wiederholt sich immer und ist dennoch spannend zu stricken.Agatha ist ein Modell mit einem so schönen Muster, ein längerfristiges Projekt, bei dem ich gerne eine Stunde oder länger daran stricke und mir beim Aufhören immer notieren muss, wo ich genau war. Ich freue mich schon riesig auf Mitte Juni, ab dann darf ich im Zug wieder stricken :)

Strickmuster: "Agatha" von Andi Satterlund, Gr. 36
Wolle: Woll Butt Innsbruck, weinrot
NN: 4
Änderungen bisher:
- kleinere Maschenprobe, d.h. ich stricke eher etwas eng. Aber keine Ahnung, ob es dann passt...

Mittwoch, 2. April 2014

MMM: Türkis Punktekleid

Punkt eins abgehakt auf der Jahreswunschliste! Das Kleid ist vor etwas drei Wochen fertig geworden. Und für heute gibt es verschlafene Morgenfotos, mit meinen bequemsten Schuhen...


































Der Schnitt gefiel mir von Anfang an sehr gut, ein raffiniertes, unkompliziertes Jerseykleid und eine gute Alternative zum Knotenkleid, bei dem ich nämlich zweifle, ob das mit meiner bescheidenen Oberweite gut aussieht.

Der Stoff lag hier schon herum, ein türkisfarbener Jersey mit blauen Punkten. Gekauft vor über einem Jahr, aus akutem Bedarf an mehr bunten/türkisfarbenen und gemusterten Kleidern.


































































Eigentlich, rein theoretisch, wäre das Kleid im Nu zusammengenäht (Was für ein Unterschied zu früher, da habe ich immer ohne Schnittmuster genäht und immer nur mit Webstoffen..). Bei der Anleitung zum "Wasserfallausschnitt" kam ich aber überhaupt nicht klar und habe irgendetwas gemacht, das so ungefähr nach dem Modellfoto aussieht. Deshalb dauerte das schon länger. Eine unangenehme Nebenwirkung hatte auch das Gezicke von meiner Nähmaschine, die den Elastikstich öfters mal nicht mag. Ansonsten war es aber angenehm zu nähen und sogar tauglich für abendliche Nähstunden.


Modell: Burda Style 02/2013, 113, Gr. 38
Änderungen:
- den Ausschnitt irgendwie zusammengeschnurpft
- die Seitennähte beidseits 1 cm enger genäht und natürlich  -  wie immer - den Rocksaum gekürzt und auch die Ärmel


Ich bin gespannt auf die anderen Kleider beim Me Made Mittwoch, immer wieder schön und inspirierend! Danke auch für all die Kommentare vom letzten Mal, ich habe mich sehr gefreut :)

Sonntag, 30. März 2014

Erdnussbutter-M&M-Cookies

Ich hatte heute einen sehr faulen Sonntag, nachdem gestern ein tolles langes Konzert war und meine Füsse schön zertanzt sind.

Mit Fräulein Schlange (DANKE für das schöne Wochenende) und Herrn Kamel (das klingt wie in einem Zoo) durfte ich dann heute herumschlumpfen und immerhin haben wir anstatt Sonntagskuchen leckere Cookies gebacken. Das Fräulein Schlange und ich haben ja beide eine grandiose Schwäche für Erdnussbutter!
Mit jahreszeitlich passender Keksdose 
Keksgesicht

Das Originalrezept ist hier, wir haben ein bisschen abgeändert und folgendes gemacht:

Erdnussbutter- M&M - Cookies


Wir haben als Mass eine Tasse genommen, unsere "cup" entsprach ungefähr 250 ml

1 1/4 cup Mehl
1 TL Backpulver
1/2 TL Natron
1/2 TL Salz
120 g Butter
1 Glas Creamy Peanut Butter (unseres hatte 350 g)
1/2 cup Zucker
1/2 cup Rohrzucker
1 grosses Ei
1 EL Milch
ca 1 cup M&Ms

Den Ofen auf 175° vorheizen

Die Butter in einer Pfanne schmelzen, vom Herd nehmen, den Zucker beifügen und etwas abkühlen lassen.

Das Mehl, Backpulver, Natron und Salz mischen. Mit der Butter-Zuckermischung vermengen, das ganze Glas Erdnussbutter mit dem Mixer verrühren. Das Ei dazugeben, weiterrühren.

Die M&Ms (je nach Lust und Laune - wir haben ziemlich viel hineingetan, hehe) beifügen, sie können entweder ganz gelassen oder zerhackt werden, ganz sehen sie aus wie kleine Ostereier.

Mit zwei Esslöffeln auf einem Backpapier Cookies formen, etwas flachdrücken und ungefähr 12 Minuten in der Mitte des Backofens backen. Die Cookies sehen tatsächlich noch nicht genug gebacken aus, sobald sie aber abgekühlt sind, halten sie und sind so schön weich und nicht zu trocken.

Die Cookies sind wirklich butterzart und zergehen auf der Zunge, sind aber dementsprechend bröckelig und sollten unbedingt erst etwas abkühlen, bevor man sie vom Backpapier nimmt. Sie schmecken leicht salzig, nicht zu süss und sehr erdnussbuttrig! Und sie sind sehr schnell gemacht, geht auch mit Kater und so. Und sie waren mein Frühstück und Mittagessen.

Auf das Rezept gestossen bin ich auf dem sehr fröhlichen und stets ironischen Blog Siriously Delicious, mit vielen tollen ungesunden Backrezepten!

Freitag, 28. März 2014

Mal was anderes als ein Bandshirt: Bandsocken

Damit ich nicht immer nur unfertige Projekte zeige: Der Kamelmann ist ja oft musikalisch unterwegs, und als seine Band im Dezember einen Adventskalender gemacht hat, habe ich angeboten, Bandsocken zu stricken ;)

Ich dachte immer schon, das müsste man mal machen, handgestrickte Socken mit einem aufgestickten Bandlogo. Gewonnen hat dann tatsächlich jemand (aus Schweden :)), den ich kenne, da habe ich natürlich umso lieber gestrickt.



Obwohl ich schon so viele Socken gestrickt habe, dass ich das glaube ich fast im Schlaf könnte, dauert das immer so ein Weilchen, diese hier sind mit NN 2,5 und 68 M pro Runde gestrickt. Ich habe vor allem im Januar daran gearbeitet, deshalb kam ich da ein bisschen weniger zum Jackenstricken als vorgehabt.

Das Logo ist von Hand auf ein Stück braunes Leinen aufgestickt, mit dem "Fächtli" (wie sagt ihr dem? Dieser Verstärkungsfaden beim Sockenwolle) der grünen Wolle. Ich sticke eigentlich sehr sehr gerne, nur dauert das immer so lange. Aber ein besticktes Kleid steht schon lange auf meiner (ellenriesenlangen) Wunschliste.

Samstag, 22. März 2014

Work in Progress: Matrimonio Bolero Teil 1

Ich bin im Mai auf eine Hochzeit eingeladen mit "Dresscode Oberschick". Ich liebe Abendgarderobe und freue mich deshalb natürlich riesig darauf.

Das Kleid habe ich schon, es ist nämlich ein Ballkleid, das ich mir mit 17 für einen Ball am Gymnasium genäht habe - zum Kleid komme ich dann bestimmt auch noch zu sprechen, es war und ist nämlich ein absolutes Traumkleid. Ich kann es kaum erwarten, es ENDLICH wieder anzuziehen.

Das Kleid ist aus dunkelvioletter Dupionseide und ärmellos - also brauche ich unbedingt etwas für Obendrüber, falls es abends kühler wird. Ich finde es unglaublich schwierig, zu einem üppigen Ballkleid ein geeignetes Oberteil zu finden  - vieles wirkt schnell zu barock und kostümig oder zu wenig elegant. Entschieden habe ich mich dann für einen Bolero mit Lacemuster, und zwar den Matrimonio Bolero. Die Anleitung dazu ist gratis.

Ich finde ihn unglaublich schön und kann ihn mir in Schwarz sehr gut zum Kleid vorstellen, er ist verspielt und elegant und festlich, das sollte passen .Zudem kann ein edles schwarzes Jäckchen in der Garderobe sowieso nicht schaden.

Die Angaben auf der Strickanleitung sind recht dürftig, eine Maschenprobe ist nicht angegeben. Die Lauflänge des verwendeten Garns konnte ich zudem nirgends in ähnlicher Stärke finden, nicht einmal bei sehr teurem Lace-Garn. Nach öfterem Herumgegurke in Wollläden habe ich dann schlichte schwarze Regia-Sockenwolle gekauft. Weil die Lauflänge so einigermassen stimmt und ich definitiv herumprobieren muss, bis die Grösse stimmt. Lace Garn ist oft sehr teuer und wohl schwer wieder aufzuribbeln, falls ich mich verstrickt habe. Ich bin gespannt, ob es funktioniert und ich das Jäckchen hinbekomme! Ich werde berichten...

Es ist nämlich auch einer der Gründe, weshalb ich aus dem FJKA aussteige, da ich momentan sehr wenig Strickzeit habe und dieses Jäckchen dringender ist.

Mittwoch, 19. März 2014

MMM: Das Weihnachtskleid Nr 2.

Dies wollte ich letzte Woche schon posten, aber leider funktionierte das Internet für einige Tage nicht...also einfach eine Woche später :)

Ich habe nämlich das Weihnachtskleid am letztwöchigen wunderbaren Frühlingsmittwoch ausgeführt, an dem ich frei und nur eine Prüfungsvorbesprechung in der Stadt hatte. Danach ging ich mit Freundin K. Kaffee trinken und sie hatte den zweiten Termin als meine Strickschülerin :)


Ich habe übrigens erst am frühen Nachmittag entdeckt, dass ich die Strumpfhose verkehrt herum trage. Ich dachte nämlich schon, man sieht das Muster plötzlich so gut...

Stilleben auf der Mauer über der Stadt...das letzte Mal die Notizen durchgehen. Mit verkehrten Strumpfhosen

Abends dann noch richtig fotografiert, hehe, im heimischen Garten
Ich habe dann zu Hause noch versucht, ein Bild mit Schuhen, Jäckchen und Strumpfhose zu machen. Mit Selbstauslöser auf dem Holzhaufen. eine bessere Idee hatte ich nicht. 
Nur ist der Holzhaufen, wie das geübte Auge erkennen kann, überall schief
Das schiefe Kamel von Pisa
Und damit ich nicht nur röcketragendes Püppchen spiele gab ich danach zum ersten Mal im Jahr den Grillmeister, mit den Gartencrocs, zwei verschiedenfarbenen Socken, Hoodie und Trainerhose ;)
Zum Schnitt und Entstehung siehe hier und die anderen Weihnachtskleid-Berichte.

Ich schaue dann heute Abend gemütlich beim Me Made Mittwoch vorbei - heute habe ich nämlich schon wieder frei und verbringe mit Fräulein Nichte einen "Frauentag" an der Märchenausstellung in Zürich und danach gehen wir lecker essen...

Sonntag, 16. März 2014

Sonntagskuchen: Saint Patrick`s Day-Limettenkuchen

Gestern feierte eine Freundin Geburtstag und als grosser Irlandfan macht sie gleich eine Pre-St.Paddy`s Day-Party. Wir sollen alle in Grün kommen. Vielleicht hilft mir ja das viele Grün, damit ich endlich meine Pflanzen nicht mehr ignoriere und einen grünen Daumen bekomme? Der ist nämlich /Komplementärfarbe/ zutiefst violett.

In den Tiefen meines Kleiderschrankes gibt es ein grünes Hemdblusenkleid vom letzen Kleidertausch, definitiv nicht meine Farbe, aber sehr bequem, den Schnitt mag ich! Und sogar eine Frosch-Spülmittelgrüne Strumpfhose habe ich.

Dazu gibt es einen Kuchen nach diesem Rezept: Baked Lime Cheesecake

Der passt zum grünen Motto und ich liebe liebe Cheesecakes, vor allem natürlich wegen dem Kekskrümelboden.
Leider gibt es kein Bild mit "schöner Anrichtung", da ich den Kuchen weit transportieren musste und gleich in der Form liess. Aber stellt euch einfach eine schöne Kuchenplatte und zwei grüne Schirmchen auf dem Kuchen


Abgewandelt habe ich nicht so viel, für den Boden habe ich Gran Cereale-Kekse genommen und dafür noch etwas Zucker zugegeben (die sind gar nicht süss), Ingwerkekse gab es in der Provinz leider nicht, also frischen Ingwer fein in den Teig gerieben, das schmeckt auch.

Die Füllung ist aus 400 g Philadelphia, 200 g Ricotta und 200 g Crème Double, Zucker habe ich nur ca 80-höchstens 100 g hineingetan, meist sind mir britische und amerikanische Rezepte zu süss.

Ich habe der Frau Schwägerin dann die Limetten gebracht, deren Schale ich abgerieben habe (ich kann ja nicht drei Limetten aufessen) und meine Nichte fragte gleich: oh, was sind denn das für Eier? Ich habe ihr dann von den grünen Hühnern im Garten erzählt, aber leider leider hat sie das nicht geglaubt. Natürlich sind meine Limetten nicht so besonders grün, ich habe grüne Lebensmittelfarbe gekauft.Ich habe schon fast alle Lebensmittelfarben auf Vorrat zu Hause und finde die noch immer toll! Auch heute war ich hibbelig und kicherig in der Drogerie vor lauter Vorfreude auf die Farbe. So einige Tropfen Farbe sind also im Kuchen, für die "Deko" habe ich kurz vor dem Backen einfach einige zusätzliche Tropfen Lebensmittelfarbe in die Füllung gegeben, als sie bereits in der Form war, und mit dem Messer ein Spiralmuster gemacht. So einfach ist das...

Und er hat wirklich sehr gut geschmeckt, der Kuchen! Schön fluffig und nicht zu süss, auch bestimmt lecker mit Zitrone anstatt Limette.