Samstag, 31. Januar 2015

Klar soweit?

Die erste Ausgabe von Channel This - worum es geht, erfahrt ihr hier. So quasi, suche in deinem Kleiderschrank etwas alltagstaugliches, was ungefähr dem Stilvorbild Jack Sparrow (Captain Jack Sparrow) entspricht. Eine ungewöhnliche Idee, die bestimmt viel Mut macht, neues auszuprobieren. Verkleiden fand ich schon als kleines Kind sehr toll und bin diesbezüglich kein bisschen erwachsener geworden. Und Captain Jack Sparrow liebe ich, seit ich den ersten Film im Kino gesehen habe. Diese romantisierte Piratenwelt gefällt mir, in der alle verwirrt, betrunken und lustig sind. Ich wäre gerne mit an Bord.

Ich wollte auf jeden Fall etwas anziehen, das auch alltagstauglich ist. Die Kombination Bluse-Jeans trage ich gar nicht so selten, aber meist ohne die Stiefel dazu. Und Schmuck.


Die Bluse ist meine einzige, die ich auch wirklich trage. Gekauft im Spätsommer 2010, weil ich absolut keine passende Kleidung hatte für die Studienreise nach Syrien und in die Osttürkei. Von einem eher billigen Geschäft - aber dennoch meine absolut favorisierte Bluse. Ich trage sie meist geknotet (davon leider nur unscharfe Fotos). Die Hose ist aus dem Brockenhaus und sitzt normalerweise etwas weniger spack.

Die Stiefel sind aus dem Brockenhaus, gekauft für 7.00 CHF (2011, glaube ich), aus braunem Wildleder. Meine Lieblingsstiefel, die bereits einen Schuhmacherbesuch hinter sich haben, nachdem ich von der Uni bis an den Bahnhof in Zürich mit nur einem Absatz gestöckelt bin (niemand hats gemerkt!).

Das mit den Haaren mache ich auch sonst gerne. Zöpfe hineinflechten, sogar Wollreste...offen und wild. Das Herauslassen des inneren Sparrows hat mir gezeigt: bitte mehr Schmuck und mehr wilde Piratenhaare mit Federn und allem drin. Das gefällt mir nämlich sehr.


Stilvoll inszeniert mit Shampoo im Hintergrund
Die Fotos musste ich ziemlich schnellschnell machen und genau eines davon wurde scharf. Fotografiert habe ich 5 Minuten, bevor ich an eine Taufe losdüsen musste und der Mann meinte ungläubig, ob ich denn dort als Pirat auftauchen wolle. Tatsächlich schaffte ich es nur noch, ein wenig Makeup wegzuwischen und die Federn aus den Haaren zu nehmen, das Kleid anziehen und los gings. Halt ein wenig als Pirat.

 Und weil es so schön passt, zwei Kostümbeispiele als Pirat oder Räuber...





Dieselbe Bluse, eine Leinenpluderhose (aus dem normalen Kleiderschrank), das Oberteil von diesem Kostüm und fertig war das Kostüm als Räuberhauptfrau für das Räuberfest im Wald letztes Jahr.


Und am 20. Geburtstag gabs eine Piratenparty, da war ich auch ein wenig böse unterwegs.

Mama macht Sachen sammelt die Crew...ich bin gespannt

Samstag, 24. Januar 2015

UFO-Abbau, Teil 3

Den Teil 2 habe ich glatt übersprungen, weil ich gleichzeitig an drei Teilen weitergearbeitet habe, aber nicht so weit gekommen bin wie ich gerne gehabt hätte. Am Mittwoch hatte ich dann fast einen ganzen Tag Zeit zum Nähen und konnte endlich zwei Dinge fertigstellen. Ich denke ich werde sie nach dem Finale noch separat genauer vorstellen, vor allem weil es mir immer hilft, die Projekte genau zu dokumentieren (vor allem auch die Änderungen)

Die Weste für den Mann ist fertig. Nachdem ich länger gebraucht habe als gedacht. Die Armausschnitte musste ich noch zweimal komplett neu anpassen, den Saum stecken und nähen. Die Knöpfe und Knopflöcher haben ebenfalls noch gefehlt. Dass der Stoff so unglaublich fransig und sperrig ist, hat die Sache nicht einfacher gemacht! Aber sie passt und damit ist mein ältestes UFO Geschichte. Ich zeige die Weste dann mal noch detaillierter in einem separaten Post, da ich die Kleidungsstücke gern ausführlich beschreibe (vor allem auch für mich, die ganzen Änderungen etc.)

Ich habe wieder  die Kamera hervorgeholt und ehe ich ein  Foto schiessen konnte, naja...
Meins
Ebenfalls fertig ist meine neue grosse Liebe, das beige Kleid meiner Mutter. Auch hier steckt viel Arbeit dahinter - oft finde ich Kleider ändern fast mühsamer als neu zu nähen, weil das Futter dann schon darinsteckt und die Änderungen immer wieder angepasst werden müssen. Das Kleid habe ich spontan eingefärbt (vor dem Nähen, natürlich) und fühle mich in dieser Farbe viel wohler als in dem blassen grau-beige. Angepasst habe ich sehr viel: alle möglichen Abnäher und Nähte enger genäht, zusätzliche Schulter- und Rückenabnäher hinzugefügt, das Kleid gekürzt und das Futter ebenfalls. Mein Plan ist jetzt, das Kleid bis nächste Woche zu besticken und zwar mit dunkelrot-rot-grünen Blumenranken. Einige Änderungen am Futter muss ich auch noch machen und den Saum nähe ich von Hand an, das gefällt mir meist besser. (Vor allem, falls ich ihn doch auch noch besticke)

Da dies kein Beautyblog ist ;), vor der Dusche heute morgen
hier sieht man die Abnäher noch einmal - so sieht das Kleid vor dem Sticken aus
ähm, den Selbstauslöser bedienen können sollte man...
Weitergearbeitet habe ich an der Bluse des "Italienkleides", aber erst einmal nur die Nähte getrennt - das ist eine ziemlich mühsame Arbeit mit dem perfekt gearbeiteten Futter. Ich war kurz davor, das Futter ganz herauszunehmen und mir einige Stunden Arbeit zu ersparen.
Nächste Woche bin ich dann in den Skiferien - ich freue mich schon! Ohne Nähmaschine, dafür hoffentlich mit passendem Stickgarn und dem khakifarbenen Kleid.

Hier sind noch mehr fertiggestellte UFOs zu sehen. Wie Muriel schreibt, kann gegenseitige Motivation einiges bewirken.

Mittwoch, 21. Januar 2015

Jahresausblick und Projekte für 2015: "normale" Kleidung

Wie letztes Jahr habe ich eine Projekteliste zusammengetragen. Dabei geht es mir mehr darum, meine Inspirationen und Ideen hinzuschreiben, als dass ich alle Kleidungsstücke zu Ende des Jahres genäht haben muss (ansonsten müsste ich wohl anfangen zu beten). Die Liste des letzten Jahres habe ich oft angeschaut und sie war mir eine grosse Hilfe für Stoffeinkäufe und dergleichen.

Die Projekte fürs neue Jahr beinhalten hoffentlich mehr Nfa, Nähen für andere. Ich würde gerne mehr für die Kinder nähen, zumal ich soo viele Stoffreste habe und Stoffe, die ich selber nicht mehr tragen würde (nett, haha). Auch ist mein Kleiderschrank schon sehr gut gefüllt mit vielen tollen Kleidungsstücken. Aber mehr mag Frau ja immer gerne, nicht? Und ich habe fest vor, fast nur vorhandene Stoffe zu vernähen. 

Mein Nähzimmer ist gerade zu kalt, das Feuer im Ofen ist schon angefacht - bis dahin viele viele Ideen:

Burda Style 03/2013, Modell 114. So ein Liebe-auf-den-ersten-Blick-Schnitt. Einen Stoff dafür habe ich auf dem Stoffmarkt in Weil am Rhein gekauft. Ein völlig unnötiges Kleid, zu viel Haut für viele Gelegenheiten, aber egal. ¨



Dieses Kleid in Rot! Die Burda Easy habe ich damals nicht gekauft, was ich später sehr bereut habe, weil das Modell mir nicht mehr aus dem Kopf ging.  Es ist genau die Art von Kleid, wie ich es mag: Bequem, luftig, kurz und nicht zu bieder. Und da ich rot liebe hätte ich gerne ein rotes Kleid im nächsten Jahr. Dieser Schnitt eignet sich perfekt, da das Kleid weder zu sexy ist, noch zu viel Aufsehen erregt, gerade in rot. Deshalb bin ich überall herumgerannt und konnte schliesslich das Heft in einem Geschäft nachbestellen. Das Kleid habe ich dann nicht genäht, aber will es unbedingt. Auch dazu habe ich bereits roten Crêpe gekauft.


Ein weiteres Burda-Easy Kleid aus bereits vorhandenem Stoff: magentafarbenes-violettes Leinen, irgendwo bei der Schwiegermutter ausgegraben. Eine wunderbare Farbe! Knöpfe und Reissverschluss sind schon vorhanden, ich überlege noch, ob ich wie im Original Spitze annähen soll oder nicht.

Dieses Kleid (Burda Style 2/2012) aus Kirschenstoff und roter Baumwolle. der Kirschenstoff ist schon uralt, aber ein sogenannter "Streichelstoff". Da ich davon nicht so viel besitze, soll das Oberteil zumindest teilweise aus roter (vorhandener) Baumwolle genäht werden. Dazu habe ich noch passende grüne Spitze, das Kleid darf gerne etwas kitschig werden.

Das Ballkleid für den Dressmaker´s Ball von Mama macht Sachen. Auch hier ein völliger Unvernunftsentscheid. Das Kleid kann ich nie zu einer Hochzeit tragen (ausser ich will, dass mich nachher alle weiblichen Gäste mit Stilettos zerhacken) und auch sonst wohl selten. Aber es war Liebe auf den ersten Blick, nachdem ich lange gesucht und überlegt habe, was ich mir für ein Abendkleid nähen will. Der Schnitt ist bestellt, morgen gehe ich erst einmal auf Stoffsuche.


Ein khaki Hemdblusenkleid aus dem schönen gekauften Punktestoff. Khaki ist eine der Farben, die mir mit Abstand am besten stehen...und Hemdblusenkleid wünsche ich mir schon lange. Schnitte dazu habe ich bestellt oder sind schon vorhanden. (der unterste Stoff)

Der khakifarbene Jersey in der Mitte könnte sehr gut ein Sommerkleid werden, oder ein Jäckchen. Ein enges Jerseysommerkleid fehlt aber noch im Kleiderschrank...vielleicht nach diesem Schnitt. Solche sportlichen Schnitte kann ich glaube ich gut tragen. Aber bitte ohne Zipper und nicht in dieser Farbkombination, die mich an Skischuhe in den 90ern und Bohrmaschinen erinnert.


Aus dem obersten Stoff könnte ich mir ein enges, schlichtes Jerseykleid vorstellen - der ist nämlich schön dick und es zeichnet sich nicht alles darunter ab. Im letzten Jahr habe ich gerne solche engen Kleider getragen - und der Stoff ist zwar gemustert, aber nicht zu wild und in einer sehr schönen Farbe. (McCalls 7085 am liebsten Variante C)



 Dann meine neuste Idee, seit gestern: ich brauche unbedingt so ein Gunnie Sax Hippiekleid. Vielleicht reichen ja die Stoffresten dafür? Auf Pinterest habe ich einige schöne Varianten gesammelt, siehe hier. Diese Varianten gefallen mir besonders:

Dazu hätte ich einige rosafarbene kitschige Streublümchen-Stoffreste, die ich unter normalen Umständen nicht tragen würde. Aber bei einem solchen Kleid könnte ich es mir sogar vorstellen...

Und zu guter letzt habe ich am Sonntag einen petrolfarbenen leicht stretchigen Irgendwas-Stoff bekommen. Die Farbe ist so schön und ich könnte mir damit sehr gut ein Vogue 8615-Kleid in der kürzeren Variante vorstellen. Der Schnitt hat mich schon so lange verzaubert und ist eine bestimmt besser sitzende Alternative zum Burda-Prinzessschnitt. Ein wenig stretchig käme mir bei dem Schnitt sehr entgegen, das Kleid ist schon sehr figurnah geschnitten.



Dann ohne viel Trara wären noch gut:
- T-Shirts und Pullis, auch dafür hätte ich genügend Schnitte und teilweise auch Stoffe 

- ein blauer Upcycling-Sommerrock. Der war weiss und das geht mit meinem Essverhalten nicht. Jetzt ist er dunkelblau eingefärbt und gefällt mir sehr, 

- ein oder zwei (kurze) Unterröcke, damit ungefütterte Röcke nicht ihre Komfortzone verlassen

- einen Hoodie hätte ich gerne, Schnitt ist bereits da. Gerne in einer eher schlichten/eleganten Version. Hoodies sind einfach so bequem, warm und passen zu Jeans und Skinnies.

- aus gelbem Leinen vom Schweden ein tolles Hemdblusenkleid! Ist ein Restestoff, aber in einer schönen Farbe. Würde sich auch als "Probekleid" gut eignen, weil die Stoffqualität bestimmt nicht die beste ist.

- einige tolle Rockstoffe habe ich auch hier, vielleicht gibt es doch mal noch einen Trägerrock?

- und natürlich die Stoffwechselkombination, wie hier bereits vorgestellt! 


In einem zweiten Teil stelle ich dann die viel zu zahlreichen Kostümprojekte für das folgende Jahr vor :) und vielleicht erhält auch das Stricken einen eigenen Post, ich kann ja nicht immer nur Socken machen...

Dienstag, 20. Januar 2015

Sockenliebe und ein Blick zurück auf die Strickanfänge

Socken stricken gehört ja zu meinen Lieblingshandarbeiten. Ich könnte fast von einer Sockenstrickliebe sprechen....

Socken kann man sehr gut unterwegs stricken (und ich stricke fast nur unterwegs) und sie brauchen wenig Platz im Gepäck
Socken sind wunderbare Resteverwerter und wenn sie hässlich werden, sieht es eh niemand
Socken sind einfach zu stricken - ob vor  dem Fernseher, im Gespräch mit anderen, bei Sitzungen...
Und Socken kann man immer brauchen und sie geben schön warm! Besonders, wenn man in einer sehr kalten Wohnung ohne Bodenheizung wohnt und stets kalte Füsse hat

Ich habe schon unzählige Socken gestrickt seit meinen "Strickanfängen" 2008. Begonnen habe ich damit, weil der Mann sich zu Weihnachten Socken von mir gewünscht hat und ich so eine Motivation hatte, das Stricken wieder aus den Untiefen des Handarbeitsgedächtnisses hervorzuholen. Im Handarbeitsunterricht hatte ich nämlich genau nur rechte Maschen hin und zurück gelernt, kein Rundstricken, keine linken Maschen etc. 

Erst habe ich mit meiner Mutter zusammen einen Schal gestrickt. Zuerst zeigte sie mir, wie es geht - dann strickte ich im Zug und jeden Abend kam ich nach Hause, wir sassen auf dem Sofa und sie korrigierte meine Fehler.

Wie man Socken strickt zeigte dann anfangs Dezember die Schwiegermama, ihre drei Töchter und ich erhielten einen Crashkurs von einer unglaublich geduldigen Stricklehrerin (sie unterrichtet aber auch Handarbeit in der 3 und 4 Grundstufe, da hat sie wohl Geduld gelehrt...). Wir strickten je eine Babysocke für die damals kleine Babynichte. Die arme musste dann zwei furchtbar schiefe Sockenpaare tragen. Es war aber eine super Idee  - so konnte die Schwiegermama alle Grundkenntnisse des Rundstrickens zeigen, des Fersenstrickens, Käppchen und durch das learning-by-doing und eine tolle Anleitung dazu hat dann der Mann zu Weihnachten seine ersten Socken gekriegt. Mit Fehlern und schief und allem, aber er trägt sie noch immer. 

Die letzten beiden Sockenpaare:

Socken für den Mann aus Restwolle, Farben und Streifen waren so gewünscht. Eingeweiht im November im eisig kalten Russland

Bereits im Sommer fertiggestrickt: Geschenk auf den zwanzigsten für den lieben E., der die Wolle ausgesucht hat. Gestrickt vor allem hinter der Bühne und bei den Proben im Sommer auf Gotland...

Ich könnte ja auch mal wieder an den Jacken weiterstricken, eigentlich...aber eben, die Sockenstrickliebe.

Donnerstag, 15. Januar 2015

Patchwork-Tasche

Seit Anfang Januar ist endlich mein erstes Patchwork-Projekt fertig.

Die Hexagone haben einen Durchmesser von 2,5 cm und sind alle von Hand genäht/zusammengenäht.





Wer Katzen hat, kennt das: kaum liegt etwas an einem neuen Ort, muss es besetzt werden. Auch wenn ich es eigentlich gerade fotografieren muss. 
Die Stoffe sind alle aus der Restekiste. Rot ist eine meiner liebsten Farben, die aber in unserer Wohnung etwas zu kurz kommt und deshalb war eine Tasche passender, da ich viel rot trage.

Patchworken ist sozusagen zum neuen Lieblingshobby mutiert. Hexagone aus Resten herzustellen empfinde ich als unglaublich befriedigend, Ich brauche gerne Reste auf und freue mich, wenn ich alles sinnvoll verwerten kann. Und das Zuschneiden, "einpacken" der Hexagone, Handnähen...sind alles wunderbare Arbeiten, zu denen man auch gut Filme schauen kann ;) Handnähen mochte ich schon immer gerne, aber natürlich gar nicht wegen dem begleitenden Filmeschauen, nein nein!

Schon zwei weitere Patchworkprojekte sind in Arbeit, allerdings fange ich jetzt endlich auch damit an, mit der Maschine zu patchworken. Geht ein bisschen schneller...


Freitag, 9. Januar 2015

UFOS

Ja was für ein guter Aufruf zum Beenden unfertiger Nähobjekte!! Muriel bietet auf ihrem Blog einen gemeinsamen UFO-Abbau-Sew-Along an. Und natürlich habe ich auch noch einige unfertige Projekte hier herumliegen...Wie also besser ins neue Jahr starten, als die alten Projekte beenden? Im Nachhinein bin ich immer erstaunt, wie schnell es geht, etwas fertigzustellen und frage mich, warum ich das all die Zeit nicht gemacht habe...

Wenn ich die Projekte so anschaue, drängt sich erst einmal das Bügeleisen aus. In Kisten-stopfen rules.

1. Die blaue Weste für den Mann



Ein Kostümteil, begonnen vor, ähm, etwa zwei Jahren? Eigentlich schon fertig, ich muss nur noch einige gesteckte Nähte absteppen und die Knöpfe und Knopflöcher machen. Ich hoffe ja, sie passt noch...

2. Meine Punktebluse


Begonnen im Herbst und fast fertig genäht, noch fehlen der Saum, die Ärmel und die Belege muss ich noch annähen. Ich wollte Tulpenärmel machen, habe damit angefangen, dann alles in meinem Chaos verhühnert. Auf ein Neues. Ich hoffe, es ist noch genug Stoff da.

3. Ärmelloses Shirt für den Mann

Das Weihnachtsgeschenk, das eine Shirt ist fertig, beim anderen fehlen glaube ich nur noch die eingefassten Ränder.

4. Das Dirndl


Eigentlich schon fertig, aber das Futter habe ich innen noch nicht angenäht und das schiefe Rockteil muss ich noch einmal komplett annähen wegen eines dummen Kapitalfehlers. So etwas ist immer mühsam, aber lohnt sich bestimmt.Sowieso möchte ich das Kleid noch einmal zeigen, weil man auf den anderen Fotos die Stickereien und den Rock ohne Schürze gar nicht sieht (auch besser so, haha...)

5. Das Italienkleid-Oberteil



Das Oberteil eines Zweiteilers, das meine Grossmutter meiner Mutter vor bestimmt über 30 Jahren genäht hat. Den Rock habe ich bereits gekürzt und trage ihn sehr gerne. Ist das nicht ein wunderschöner Stoff? Und so schön verarbeitet. Ich möchte auf jeden Fall den Ausschnitt etwas weiter machen und natürlich die Abnäher vorne, hinten und auf der Seite enger nähen. Das Futter muss ich dafür wohl oder übel komplett heraustrennen. Vielleicht ändere ich auch die Träger noch, da sie mir etwas zu breit sind.



6. Der Stoffwechsel-Rock

Zwar erst zugeschnitten, aber will unbedingt genäht werden und gefällt mir jetzt schon!


7. Das beige Sommerkleid

Ein Leinenkleid meiner Mutter, das sie nicht mehr trägt. Schon bei ihr sass es ziemlich locker und ich bin noch ein wenig kleiner und schmaler als sie. Irgendwie gefällt mir die Schlichtheit des Kleides und ich möchte es gerne (as usual) kürzen, enger nähen. Vielleicht aber auch:
- einfärben (khaki, dunkelrot, braun oder violett...)
- den Ausschnitt besticken und den Saum

Oder habt ihr spontane Ideen zu dem Kleid?

Liebe Grüsse, ich geh gleich zum Bügeleisen...

Mittwoch, 7. Januar 2015

MMM: Mein liebstes Kleid 2014



Ein fröhliches neues Jahr euch allen! In meinem Best of zeige ich ein Kleid, das nicht im letzten Jahr genäht wurde, das ich aber endlich wieder tragen konnte (nach sechseinhalb Jahren). Mein violettes Ballkleid! Denn so gerne ich auch im Alltag schöne Kleider anziehe - in ein wirklich festliches, selbstgenähtes Kleid zu schlüpfen ist doch ein unbeschreibliches Gefühl. Deshalb war dieses Kleid ganz klar MEIN Kleid 2014, ich hätte nicht gedacht, dass ich noch einmal die Gelegenheit erhalte, es anzuziehen.

Ausnahmsweise mit einer Bilderflut. Ich mag es gar nicht, fotografiert zu werden, aber so Hochzeitsfotografen können das meist gut so hinkriegen, dass Frau es nicht merkt :)







Man kann in dem Kleid sogar tanzen! 






hier sieht man auch noch den Unterrock
Das Ballkleid ist zwei in einem, bei Bedarf kann man es ohne viel Aufwand in einen Fallschirm verwandeln

Das Kleid dazu habe ich mit 17 für einen Ball genäht, aus 5 Metern Dupionseide! Und seither war es schön behütet in einem Schrank bei meinen Eltern, von dort habe ich es 3,5 h durch den Zug geschleppt plus in die Stadt zum Arbeiten und wieder nach Hause. Im Mai konnte ich es endlich zu einer Hochzeit wieder anziehen (Dresscode war "oberschick", es hat also gepasst). 

Einen Schnitt gibt es nicht zum Kleid. Wie man unschwer erkennen kann habe ich weder besonders gut gebügelt noch sorgfältig genäht. Ich habe erst eine Korsage genäht aus schwarzem Baumwollstoff und die mit Miederstäbchen verstärkt. Danach dann nach demselben "Muster" wie die Korsage das Kleid zugeschnitten , die Rockbahnen einfach beliebig verlängert und unterschiedlich gerafft aneinander genäht, das Kleid an die Korsage genäht. Der Unterrock besteht aus mehreren dicken Tüllschichten.

Alles nur, weil ich in jungen Teeniejahren schon immer Hefte mit Abendkleidern und Brautkleidern (nur der Kleider wegen, versteht sich) aufgehoben habe und darin ein ähnliches violettes Ballkleid zu sehen war, das mir so gefallen hat.

Nun vielen Dank an die MMM-Crew, auch wenn ich nicht so oft dabei war letztes Jahr schaue ich immer wieder gerne und finde so viel Inspiration. Ich freue mich, all die Kleider hier anzuschauen!