Dienstag, 23. Februar 2016

Pulswärmer oder "Mittli" (schon wieder!)

Weil es bei uns in der Wohnung stets ziemlich frisch ist (Holzofen-Heizung, meist jedenfalls) trägt auch der Kamelmann sehr gerne Pulswärmer. Und sehr oft. Einige Garnituren hat er schon verloren, aber jemand der zwei aufwändig genähte und bestickte Kleider verloren hat, darf da nicht schimpfen *hihi*

Ein einsames Dasein fristet jeweils ein Exemplar von schlichten schwarzen, schwarzen mit Zopfmuster, grau-schwarz gestreiften und jetzt beige-braun gestreiften. Von letzteren hatte ich sogar noch die Wolle daheim, also habe ich es so ungefähr nachgestrickt (wahrsch. eine NN grösser, aber egal, so genau sieht man das nicht) und aus weiteren Wollresten Streifen"mittli" in zwei Brauntönen gestrickt. Geht extrem schnell und ist so anspruchslos, hab ich doch gerne gemacht. Und  braucht auch nicht viel Wolle, also perfekt für eine Resteverwertung!



Gestrickt mit NN 3,5, mit 3 wäre wahrscheinlich auch gegangen. Ich mag es, wenn sie nicht so dehnbar sind....


Und dann once again die Susie Roger`s Reading Mitts, wahrlich mein meistgestricktes Muster. Einmal mehr muss ich zugeben, dass das Muster einfach Spass macht, toll aussieht und einfach und schnell zu stricken ist. Hier (glaube ich) mit Nadelnummer 3 und Resten von der dunkelgrünen Miette für Freundin S. Wieder ist die Wolle eigentlich für NN 5 gedacht, aber so sitzen sie schön satt und geben warm und fallen nicht aus der Form.

Da ich die Farbe bekanntlich nicht trage, gehen sie an die frische Mama Schwägerin II. Jeder Grund, sie zu besuchen bzw. den kleinen wunderschönen Jungen ist gut ;)





Strickmuster: Susie Roger`s Reading Mitts
Wolle: weiss ich nicht mehr, recht dick, normalerweise für NN 5. Ich habe gemerkt, dass Reste von Miette-Wolle (von der Dicke/Maschenprobe her) sehr gut passen
NN; 3,5 (ich stricke aber recht eng - so sind die Pulswärmer sehr warm und dehnen sich kaum aus). Für die Wolle wäre etwa NN 5 oder 4,5 vorgesehen
Änderungen; Nichts, passt einfach wunderbar. Einziger Hinweis, den ich mitgeben möchte und das nächste Mal beherzigen; da der Saum umgenäht wird unbedingt einen langen Faden am Anfang und Ende lassen, damit kann man den Saum gleich umnähen.


Donnerstag, 18. Februar 2016

Neue Socken...

Das Hand-patchworken hat meine Strickfleissigkeit etwas gebremst, immerhin sind im letzten Jahr  einige Sockenpaare aus Restwolle fertig geworden. Ich finde zwar filigran gemusterte Socken wunderschön, stricke aber meist einfache ohne Muster - weil Socken mein "Meditations"strickprojekt Nr. 1 sind, und überallhin praktisch mitgenommen werden können.

Diese Socken nenne ich liebevoll "Bad Taste Socken" oder Aelita-Socks


Sie sind aus wirklich allen möglichen Wollresten, vor allem von melierter Wolle. Meine Freundin hat mir nämlich versichert, dass sie gestrickte Socken vor allem im Bett trage und dass diese auch wirklich hässlich sein dürfen. Voila ;)




Diese sind ebenfalls aus Resten blauer, schwarzer und weisser Wolle. Ringelsocken mag ich sowieso und ich konnte ein paar gebrauchen. Die Schuhe sind extra eine Nr. zu gross gekauft, damit ich sie gemütlich mit Wollsocken tragen kann.






Und Männersocken wiederum aus Restwolle, gestreift mag er nämlich sehr gerne. Und trägt ständig Stricksocken in unserer kalten Wohnung.



Zur Zeit ist aus der DIY Front also nichts spektakuläreres zu berichten, ich habe momentan ziemlich viel zu tun (aber ich machs gerne!). Sockenstricken ist also weiterhin das höchste aller Dinge an den Abenden, wie heute zum Beispiel.

Sonntag, 7. Februar 2016

Hochzeitskleid: Teil II

Über die letzten paar Wochen habe ich meine Schnittmusterhefte durchsucht und Hochzeitskleid-taugliche Schnitte aufgezeichnet. Aber, das Kleid so wie ich es mir vorstelle gibt es natürlich nicht als Schnitt (auch Vogue, McCalls, Butterick wurden durchforstet), das heisst, es wird gebastelt.

Kleid 1:

Nachdem lange zwei Varianten im Rennen waren, habe ich mich endlich entschieden.



Variante 1 ist ein Spaghetti-Träger-Oberteil mit Blumenstickereien am Ausschnitt und feiner Stickerei am Rücken und einen eher weiten Rückenausschnitt. Aus Malfaulheit dargestellt mit einem Mehrfarbenstift, das Gekribbel = Stickerei. Das Kleid hat einen Gürtel in der Mitte, womöglich aus Leder (braun, oliv/khaki oder dunkelblau, je nachdem welche Farbe der Mann trägt und was zum Kleid passt).

Der Rock dazu ist womöglich aus einem anderen Stoff (wirkt etwas spannender vllt) und hat einen oder drei üppig bestickte Blumenranken-Streifen. Die ich garantiert nicht von Hand sticke, sondern mich mal in der Maschinenstickerei versuche. Gürtel und Hals- und Rückenausschnitt reicht mir da schon. Das Bild unten zeigt ziemlich genau, wie ich mir das vorstelle. Die Streifen werde ich auf den Rock aufnähen, falls die Stickerei schiefgehen sollte muss ich den nicht gleich noch einmal nähen.

Die Streifen finde ich toll, weil das Kleid dann weniger langweilig-schlicht ist. Mal schauen, ob sich das umsetzen lässt.

So stelle ich mir den Rockteil ungefähr vor....
Variante 2 wäre dasselbe Kleid gewesen, aber mit Rundhals-Ausschnitt und Dreiviertelärmeln. .

Auf die Idee mit Ober- und Unterteil kam ich, weil mir entsprechende Beispiele auf Pinterest gut gefielen (sieht spannender aus als ein durchgehendes Kleid) und zudem kann ich das Oberteil im Sommer vllt. sogar im Alltag tragen (oder im Winter mit Strickjacke drüber) und den Rock fürs Tanzen.

Stoffe wären entweder ein eher feiner, schön fallender Naturstoff (Baumwolle oder Leinen) Möglich wäre auch, das Oberteil aus dem festeren Stoff zu machen und das Rockteil aus Chiffon. Umgekehrt ginge genauso, der Rock oben ist ja eher aus dickem Stoff, sieht ein wenig rustikaler aus. Ich kann mich nicht so ganz entscheiden, ob das Kleid eher Boho-mässig aus dünnem Stoff und mit dünnen Trägern sein soll, oder  etwas dickeren Trägern oder sogar Ärmeln und einem etwas dickeren Stoff, das sieht dann mehr nach Folklore aus und etwas "historischer". 

Für drüber stelle ich mir ein schönes Wickeljäckchen vor (vielleicht aus einem Strickstoff?), ähnlich diesem Burda-Schnitt oder aus der Ottobre 2/2011





Kleid 2;
War anfangs eher eine Schnapsidee weil mir die indischen Hochzeitskleider so gut gefielen, aber der Mann fand es auch so toll und möchte uunbedingt dass ich so eins in türkis-gold anhabe. Und hat sogar wunderbarerweise sehr genau seine Favoriten der aufgezeichneten Schnitte geäussert - ist ja schon auch wichtig, dass es ihm gefällt, was ich trage (er darf auch nicht in einer Simpsonskrawatte kommen., schliesslich). 
Zu Indien haben wir ja auch ein wenig familiären Bezug, also passt das besser als ein buddhistisches Mönchsgewand...

So sieht das Abend-Tanzkleid gemäss Zeichnung aus:

wunderschön gezeichnete Borten mit nicht funktionierendem Goldstift
Der Stoff ist auch schon hier, ein gold-türkisfarbener Sari, den meine Grossmutter aus Indien mitgebracht hat.

Und damit es nicht zu eintönig wird, bestelle ich im Seidenhaus-Shop noch mehr türkise Seide in einem etwas anderen Farbton, von der ich einige Streifen o.ä. einbauen kann.

Der Schnitt des Oberteils wird eine Kombination von dem Titelmodell einer Fashion Style (Rücken) und dem rosafarbenen Aenne-Burda-Kleid (Vorderteil), natürlich mit einem Probeteil und vielen Änderungen. Der türkise Stoff wird komplett gedoppelt, damit es hält und nicht reisst (Unterstoff weiss ich noch nicht...). 



Der Rock wird relativ weit und mit mindestens einer Lage Unterrock gefüttert. Vielleicht nähe ich zusätzlich noch goldene Borten und dergleichen an, mal schauen.

Soo, Anmerkungen, Kommentare und Ideen nehme ich gerne entgegen ;) oder auch generelle Hochzeitstipps in jegliche Richtung. Wir planen nämlich so langsam! 

Kommt euch gerade ein passendes Oberteil- oder Rockschnittmuster für Kleid 1 in den Sinn?
Welchen Stoff soll ich nehmen bzw. welche Stoffe?

Das nächste Mal dann hoffentlich mit Stoff und Probeschnittmustern, bis dann sollte ich auch endlich meine Stickmaschine ausprobiert haben, die hier seit 2008 vor sich hinlagert...

Dienstag, 2. Februar 2016

UFO-Abbau-Sewalong: Teil 2

Es läuft es läuft! Momentan habe ich eher viel zu tun, das bedeutet es musste für einen zweiwöchigen Zwischenstand reichen :)

Tatsächlich habe ich ein wenig weitergenäht, es dauerte aber doch länger als ich erwartet hätte. Zwei gemütliche Nähnachmittage verbrachte ich mit den UFOs sowie einigen Flickarbeiten. Und so diszipliniert wie ich bin, habe ich statt ein UFO endlich FERTIG genäht an fünfen weitergenäht. Ähem ja. Das bedeutet aber, dass am 5.2. mindestens vier Stücke fertig sein sollten.

1. Braunes Männershirt
Ist fertig, die eine Naht muss ich noch nachnähen, da habe ich geschlumpft. Passt aber!

2. Schwarzes WGSA-Kleid
Seitennähte genäht, Ärmelnähte genäht und versäubert. Dann aufgehört, weil mir gemütliches Nähtenähen lieber war am Nähkränzchen als nachschauen, wie jetzt dieser Ausschnitt genau gemacht wird (Burda halt...). Kein Bild, weil es noch nach nichts aussieht.

3. Schwarzes WGSA-Top
(nein, ich habe keine Goth-Phase!) alle Nähte zusammengenäht und versäubert. Eine leider falsch (blablalblabla-Konstruktionsfehler) Das heisst, auftrennen -beim Stretchstich eine unglaublich mühsame Sache, jeden einzelnen Stich. Nach Fernsehgucknähen wieder aufgetrennt, müsste jetzt noch einmal zusammengenäht  und gesäumt werden, aber ist fast fertig!


4. Mamas Sommerkleid-Oberteil
War ziemlich zeitaufwändig! Und ist fast fertig, juhui. Der Ausschnitt gefällt mir endlich nach langem herumpröbeln, die Seitennähte sind enger gemacht und jetzt muss ich nur noch die Raffung von Hand nähen und das ganze Futter wieder von Hand annähen....aber das ist ja Fernsehgucknähen, das ist gut so.


5. Folklore-WGSA-Rock
Der Rock an sich ist bereits seit Herbst fertig, es fehlen nur noch die Borten. Das ist halt viel Ansteckerei und mühsame Abmesserei, aber sieht toll aus! Bin begeistert. Was für ein tolles Aufbrauch-Projekt, da kann ich meterweise Borten dafür brauchen...
Ungebügelt featuring Katzenschlafplatz-Spuren

Also der gesuchte Ansporn ist dank des UFO-Abbau-Sewalongs bei Muriel definitiv da, vielen Dank! Ich hoffe, ich komme am Wochenende noch einmal dazu, einige Sachen fertigzustellen.