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Freitag, 7. November 2014

Herbst-Stoffwechsel: Mein Stoff!

Liebe liebe Organisatorinnen, Mitstoffwechslerinnen und natürlich Stoffpatin...

Es tut mir ausserordentlich leid, dass ich erst heute den Stoff zeige. Es waren etwas vertrackte Umstände und er wurde irgendwo in DE in der Pampa zwischengelagert, bis ich ihn diese Woche (und da konnte ich erst heute) abholen konnte. Die Freundin, an die er geschickt wurde (und dort eigentlich abholen wollte), hat den Stoff bei ihren Eltern zwischengelagert und ihre Schwester (die ich gut kenne) hat ihn dann nach Basel gebracht. Heieiei.

Ich fuhr also heute sehr gespannt nach Basel, wo ich das Paket abholen konnte. Ursprünglich wollte ich das ganze filmen aber bei feierabendlicher Fussgängerfrequenz war es schon auffällig genug, aus einem fremden Briefkasten ein Paket herauszuholen. Da wollte ich das nicht noch filmen.



Das Paket habe ich dann sehr sehr glücklich unter meinen Arm geklemmt und bin mit einem seligen Lächeln (wie ich irgendwann gemerkt habe) durch das Feierabendbasel spaziert. Erst war ich noch lecker essen und dann im Zug habe ich ENDLICH das Paket ausgepackt.

Ohne viel Ton, weil im Zug - anfangs wollte ich zum Spannungsaufbau eine Melodie pfeifen, aber ja, im Zug...

Meh, der Film will nicht so wie ich will. Darauf ist nämlich auch mal mein fröhliches dankendes Gesicht zu sehen! Stellt es euch einfach vor.

Ich habe also wie so viele diesmal auch zwei Stoffe gekriegt! Und beide soo lieb eingepackt, Schleifen und hübsche Etiketten, sogar Knöpfe waren dran...und ein wunderschöner, handgeschriebener Brief.



1.20 m weicher Babycord und ebensoviel weiche Baumwolle
Ich finde beide Stoffe wirklich sehr sehr schön und so passend ausgesucht. So quasi, die Stoffe haben Mama zu mir gesagt! Als ich Stoff ausgesucht habe für den Stoffwechsel bin ich an einem sehr ähnlichen, wenn nicht dem gleichen Babycord-Stoff vorbeigekommen und habe ihn lange gestreichelt und damit geliebäugelt. Ich mag Cord nämlich sehr und die Farbe ist so wunderbar. Ich trage im Moment sehr viel dunkelviolett/aubergine und habe also passende Schuhe, Kleider, Ohrringe, Strümpfe...egal was aus dem Stoff wird, er wird wunderbar in meinen Kleiderschrank passen und auch in schwarz und dunkelbraun habe ich viele potentielle Kombipartner




Der gemusterte Stoff ist auch sehr schön, soo weich und passt perfekt zum Cordstoff. Hier freue ich mich über den Mut meiner Stoffwechselpartnerin, denn gemusterte Stoffe sind immer eine heikle Sache und dieser gefällt mir sehr, obwohl er eigentlich sehr viel grau enthält. Aber das Muster. Und Violett!

Liebe Stoffpatin, du hast so schön ausgesucht und ich bin den Stoffen alles andere als abgeneigt :) Im Gegenteil, ich freue mich riesig darauf, sie zu vernähen. Die Idee zum Stoff war folgende; ein Rock mit Weite, der als Überraschung (versteckt in grossen Falten) ein Muster bereit hält. Vielen Dank für die Inspiration: aber ich glaube fast, dass die einzelnen Stoffe so etwas untergehen würden und der Rock unter Umständen dann nicht so einfach zu kombinieren wäre. Ich glaube mir wäre es fast lieber, beiden eine Hauptrolle zu geben ;)

Momentan habe ich fast zu viele Ideen und zu wenig konkrete Schnitte im Kopf. Aus dem Cordstoff könnte ich mir einen Rock vorstellen - sowohl ein enger Rock als auch ein etwas weiter schwingender würden passen. Eigentlich alles. Und einen auberginefarbigen Rock habe ich tatsächlich nicht. Die andere Variante wäre (falls der Stoff reicht) ein Jackett. Warum nicht? Ich habe mindestens 4 Kleider und 3 Röcke, zu denen es passen könnte. Und der Mann meinte sofort, dass ein Jackett in dieser Farbe seehr toll wäre.

Der gemusterte Stoff würde mir als Rock am besten gefallen, ich hätte auch schon passende Oberteile dazu. Welchen Schnitt, das weiss ich noch nicht. Als Oberteil sehe ich ihn weniger - da mir die Farbe nicht so gut ins Gesicht kommt, wie meine Mutter zu sagen pflegt. Ein heller, so hübsch gemusterter Rock fehlt mir hingegen im Kleiderschrank und da freue ich mich sehr darauf.

Nachtrag: Ich habe heute gemütlich ein paar Nähzeitschriften durchgestöbert und meine Schnitte gefunden!

Aus dem gemusterten Stoff wird dieser Rock. Ohne wenn und aber, vllt .etwas gekürzt. Ich sehe ihn schon vor mir, mit violetten Knöpfen und vielleicht sonst noch einigen violetten Details. Und will gleich loslegen (leider ohne technische Zeichnung, liebe Nähnerds)

Und aus dem Cordstoff muss ein Jackett werden. Der erste Eindruck ist ja meist richtig und ich finde Stoff und Farbe einfach so schön. Sollte der Stoff nicht reichen, dann mache ich halt die Belege o.ä. oder die Ärmel aus einem anderen Stoff. Der Schnitt wird dieser:


Der Blazer überzeugt mich, weil er schön auf Figur geschnitten ist und bei meinen Schultern ist das wichtig. Zudem ist er schön schlicht und ich kann die Ripsbänder weglassen oder nicht. 

Dieser hier gefällt mir auch sehr, er ist aber etwas auffälliger und Schösschen finde ich immer heikel zu kombinieren. 

Ich bin aber auch sehr gespannt auf eure Meinungen und Ideen über mögliche Schnitte! Meine Vorlieben haben sich in den letzten Monaten plötzlich stark verändert und ich trage momentan weniger verspielte und dafür körperbetontere Kleider (Röcke) als vorher. Vor allem wahrscheinlich, weil ich nicht mehr als Kindermädchen arbeite, und deshalb viel öfters hohe Schuhe tragen kann :)

Ich habe übrigens ganz klar zwei Favoritinnen, wer meine Stoffwechselpatin sein könnte. Ich kann jetzt nicht gut erklären, warum, aber...ich tippe dann bei der Auflösung :) Aber bin so entzückt über die liebevolle Aufmachung des Pakets und allem...danke! hier geht es zu den anderen gezeigten Stoffen. So spannend das alles. Vor allem freue ich mich über die fertigen Kleider...

Mittwoch, 15. Oktober 2014

MeMadeMittwoch: Schwarze Miette



Heute in der endlich fertigen schwarzen Miette! Und damit reihe ich mich in die zahllosen MeMadeMiette-Trägerinnen.

Es gibt wunderschöne Spiegelselfies vom Klo an der Uni, schnell geknipst als grad niemand drin war. Der Mittwoch ist hier immer ein sehr sehr voller Tag...

Zwei Knöpfe fehlen leider noch, ich habe in weiser Voraussicht zu wenige gekauft.
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Für alle Schweizer: Ds Lottie schilet, ds Lottie schilet....
Im Gegensatz zur ersten Miette passt diese hier perfekt (und das über ein Strickstück sagen zu können ist immer sehr schön!). Ich stricke sehr eng und so passt sie einigermassen - die andere war mir nämlich vor allem im Brustbereich massiv zu weit. Ich freue mich sehr darüber, endlich die ersehnte schwarze Strickjacke im Schrank zu haben, die bestimmt sehr vielseitig eingesetzt werden kann.

Morgens um 7 noch schnell ein Foto gemacht, bevor ich auf den Zug musste. Ohne Jacke, ich Sumpfhuhn. Für ein zweites Foto hat es nicht mehr gereicht...
Hier zerzaust und MIT JACKE am Abend nach viel Schule, Abendessen mit einem Freund und ohne Strümpfe, weil ich soo warm hatte nach 1 h Fitkick am Mittag...
Den Rock habe ich glaube ich vor 7 Jahren (ich werde alt!) gekauft in einem Secondhandladen. Und er wird noch immer gerne getragen. T-Shirt und Schuhe habe ich im Herbst im Brockenhaus gekauft, auch für wunderbar günstig. Mal schauen, wie bequem die Schuhe sind. Wenn nicht, habe ich heute auch meine Sportschuhe dabei und dann wechsle ich halt einfach. Wenn die 90er wieder in werden, darf man eh alles.

Ansonsten ist es hier handarbeitstechnisch eher ruhig, Momentan muss ich viel arbeiten und diese und letzte Woche waren vor allem erfüllt durch viele Besuche, Freunde, Familie.Solche Zeiten schätze ich auch immer sehr und da macht es gar nichts, wenn das Handarbeiten mal ein wenig in Rücklage gerät.

So und entweder heute oder morgen gucke ich dann auch beim MeMadeMittwoch vorbei. Auch wenn ich selten etwas verlinke, freue ich mich mittwochs immer wieder, so viele Frauen in so tollen Kleidern zu sehen!

Strickmuster: Miette von Andi Satterlund
Wolle; Yukon von maddison
Änderungen: Ärmel länger gestrickt. Enger gestrickt als Maschenprobe vorsieht und das Jäckchen um ein oder zwei Musterrapporte nach der Brustabnahme verlängert.


Und so bin ich dann nachhause spaziert. Gar nicht unbedingt weil die Schuhe unbequem waren, sondern weil ich nassen Regenboden mag.


Mittwoch, 8. Oktober 2014

Kleidertausch-Party. Oder von gemütlicher Nachhaltigkeit mit Sekt.

Am Sonntag habe ich eine Kleidertausch-Party organisiert (das klingt jetzt so, dabei wars ein Fest unter Freundinnen!).

Ständig in Versuchung gebracht durch ein üppiges Buffet von Kuchen, Kuchen und noch mehr Kuchen. Und Chips.

Kleidertauschen - worum geht es da? Eine Gruppe von Frauen trifft sich (wir waren zu elft oder zwölft, das ist eine gute Zahl...) an einem gemütlichen Ort. Ein grosser Spiegel steht bereit und dann tauschen wir alle: Kleider, Schmuck, Taschen, Schuhe, Hüte, Bettwäsche etc. Jede präsentiert ihre Tauschstücke und preist sie mehr oder weniger an. Der Rest kommt entweder ins Brockenhaus, ins Asylheim (oder wenn sonst jemand eine gute Organisation kennt) oder mutiert z.B. im Falle uralter Pyjamaoberteile zu Putzlappen. Anprobiert wird bei der Präsentation selber, so viele die wollen dürfen probieren - und wer es dann schlussendlich bekommt, entscheidet der gesunde Menschenverstand.

Wir hatten diesmal gar nicht so viele Kleider übrig. Einerseits, weil unter den Tauscherinnen keine Hobby-Shopperinnen waren und keine von uns saisonal ihre Garderobe wechselt. Wir haben auch mal Kleider anprobiert, die uns nicht so ganz passten. So haben ein grüner Body und eine Paillettenstrumpfhose einen Auftritt an der nächsten 90er Party. Und der kuschelige Hund von meiner Freundin, hier meist "Fräulein Schlange" genannt (die Freundin, nicht der Hund), darf ab jetzt auf einer aussortierten Backstreet Boys Bettwäsche schlafen.


Fräulein Schlange hat mir netterweise diese zwei Fotos noch geschickt. Mit Body und Glitzerleggings. Die Schuhe sind auch nicht zu verachten!


Es gibt, wie leider so oft, keine Fotos von Kleiderhaufen und Kuchenkrümeln. Wenn so etwas läuft bin ich meist überall und unterwegs und wusle herum, da bin ich gar nicht zum Fotografieren gekommen. Aber es war so schön! Die ersten sind bereits zum Frühstück bei uns eingetroffen und die einen sind geblieben bis abends um neun...

Kleidertauschen heisst, neue Kleidungsstücke bekommen ohne sie kaufen zu müssen. Alte Kleider sinnvoll weggeben zu können - auch geliebte oder wertvolle Kleidung, die nicht mehr richtig passt, findet so einen würdigen Besitzer. Ich schätze es vor allem, dass ich von den Kleidertauschen viele Basics habe: Mehrere Jeans, BHs (beides kaufe ich so gar nicht gerne), Langarshirts in blau, schwarz oder braun, schwarzes warmes Sweatjäckchen, schlichte Röcke...Dinge, die ich sehr ungern nähe (weil langweilig!) und auch nicht gern kaufe.

Habt ihr auch schon einmal getauscht?


Montag, 29. September 2014

Sonntagskuchen: Schokoladencupcakes und Schokoladen-Kokos-Plätzchen

Rein theoretisch war das ein Samstags"kuchen", kein Sonntagskuchen. Aber da wir gestern und heute noch Reste davon gegessen haben (und die halbe Nachbarschaft und Freundeskreis wohl auch), passt da natürlich doch. Deshalb reihe ich mich unter die Sonntagsbäckerinnen bei wollixundstoffix.

Der Kamelmann wurde Mitte September 30 und am Samstag haben wir gefeiert zum Thema "Musiklegenden", es war wunderbar. Ich habe im Vorfeld einiges gebacken, darunter zwei Klassiker, die ich doch öfters mache und immer wieder gerne esse.

Die Schokoladencupcakes sind nach einem Rezept von Leila Lindholm, das ich auf dem schönen Blog Mamas kram gefunden habe. Ich habe für das Fest die doppelte Menge Cupcakes zubereitet und wohl etwa die dreifache Menge Frosting und das war nicht zu viel berechnet. Die Cupcakes habe ich ausnahmsweise fast genau nach Rezept gebacken, das Frosting ist wie üblich Handgelenk mal pi. Mir erschien es als etwas zu wenig und so habe ich planlos Butter, Frischkäse, Puderzucker und Kakaopulver zugefügt - generell wie immer weniger Puderzucker, ich mag Schokoladengebäcke am liebsten, wenn sie seeehr dunkelschokoladig und wenig süss sind.  Auf jeden Fall liebe ich diese Cupcakes und sie kommen auch immer gut an, gerade mit viel viel Frosting. Verziert habe ich die Küchlein am Fest selber, verkleidet als 50 Cent, was dann schon sehr amüsant aussah und mit der vielen Farbe nicht so einfach war. Und rundherum kamen unter anderen Mozart, Amy Winehouse, Gwen Stefani, Snoop Dogg und Joan Jett und haben das halbe Frosting ausgelöffelt, auch dann wieder zum Frühstück. Das fand ich einfach nur schön. Da habe ich wohl die Gastwirt-Gene meiner Grosseltern geerbt. 

Leider gibt es nur ein Foto mit den dürftig gestylten Cupcakes und das eher zufällig, auf dem Bild ist meine Schwester als Mozart zu sehen (wer erkennt die Kniestrümpfe?)


Die Schokoladen-Kokos-Plätzchen sind ein absolut einfaches Rezept, sie gehen sehr schnell und sind meist auch sehr beliebt und super transportfähig. Ich muss gestehen, dass das Rezept ursprünglich um sieben Ecken herum ein Geheimrezept war. So ungefähr; meine Mutter hat es von jemandem gekriegt die hat es von jemandem die es nicht hätte weitersagen dürfen und natürlich habe ich das Rezept nun auch. Mir erscheint dieses Geheimkrämen in Zeiten des Internets doch etwas überholt und zudem ist das Rezept ja kein Geniestreich...wer will denn da ein Patent darauf? Ich profitiere so oft von Rezepten aus dem Freunden - und Bekanntenkreis oder eben auch dem Internet, dass ich da ebenso gerne etwas teilen möchte.

nein, bin noch nicht im Weihnachtsfieber. Habe nur keine bessere Keksdose. In allen anderen ist Nähzeugs untergebracht...


Rezept für Schokoladen-Kokos-Plätzchen:

1 Büchse Kondensmilch (gezuckert),eine Büchse ist ca 400 g
200 g Kokosflocken
200 g Kochschokolade oder Zartbitterschokolade*
etwas Vanillezucker
1 Prise Salz

Die Schokolade im Wasserbad schmelzen. Die Kondensmilch, geschmolzene Schokolade, Salz, Vanillezucker und Kokosflocken mit dem Mixer verrühren. Mit zwei Teelöffeln kleine Häufchen auf ein Backpapier formen. Knapp 12 Minuten bei 180° im vorgeheizten Backofen backen.*Im Originalrezept ist es Kochschokolade, ich ziehe Zartbitterschokolade (hier war es Lindt 70%) vor, die Kekse werden weniger süss, was ich lieber mag. Wenn der Teig zu fest ist, einfach mehr Kondensmilch hinzufügen oder Butter oder Milch...alles schon probiert :)
Die Kekse halten ziemlich lange, falls man sie nicht aufisst. 

Montag, 22. September 2014

Baby-Sneakers und Babyschühchen

Im letzten Herbst und Winter habe ich doch einige Babyschühchen gestrickt, weil so viele Bekannte Nachwuchs gekriegt haben (hier habe ich sie gezeigt). Zwei weitere Paare habe ich erst kürzlich fertig gestrickt, beide schon vor längerer Zeit begonnen und das eine Paar hat sogar den zukünftigen Besitzer gewechselt, weil ich sie einfach nicht fertig gestellt habe.

Diese Schühchen sind für meine dreimonatige Nichte. Sie ist ein kleiner Sonnenschein, schon soo wach und kommunikativ und lacht viel...zum Glück sehe ich sie sehr oft. Eine Erdbeermütze habe ich ebenfalls gestrickt für sie, das war zu meinen Strickanfangszeiten das Standardgeschenk für frischgebackene Eltern im Bekannten- und Freundeskreis.


Leider konnte ich sie ihr nicht anziehen, ich wollte sie ja nicht wecken...

Aber hier immerhin Tragebilder von einem anderen Baby mit den genau gleichen Schühchen, nur "drei Monate kleiner"
Die Baby-Sneakers sind für den Sohn meines Cousins, der wohl bald mal auf die Welt kommen sollte. Ich bin nur zu früh dran, weil sie eigentlich für jemand anderen gewesen wären, das Kind ist aber bald ein Jahr alt...



Am schwierigsten fand ich ja die Häkelkreise, da ich eine blutige Häkelanfängerin bin :)

Beide sind wieder aus Socken-Wollresten und die Muster aus dem Buch "Babyfüsse zart umstrickt". Ich habe wohl aus keinem anderem Strickbuch so viel gestrickt, aber Babyschühchen geben gute Geschenke ab, sind super für Wollreste, schnell gestrickt und trotzdem nicht langweilig. Ich gebe ja zu, ich habe sogar noch ein zweites Babyschühchen-Buch und ein ganzes Heft darüber...

Sonntag, 21. September 2014

Sonntagskuchen: Blaubeer-Zitronen Cheesecake

Nachdem ich im Sommer vier Wochen im Urlaub war und die Zeit davor und danach auch oft weg, bin ich fast vergiggslet, wies so schön heisst auf Schweizerdeutsch, vor Backlust. In Schweden habe ich mir dann auch ein wunderbares Cheesecake-Backbuch gekauft. "Cheesecake, 60 himmelskt goda desserter von Hannah Miles). Es ist einfach nur schon ein Augenschmaus und in Schweden habe ich und die anderen back- oder essbegeisterten Mitreisenden schon das eine oder andere - bzw. fast alle - Rezept mit den Augen verschlungen.

Cheesecake ist so ziemlich in jeder Art mein Lieblingskuchen und die Rezepte darin sehen einfach himmlisch aus. Zusammen mit Nichte und Neffe haben wir den ersten daraus gebacken, natürlich wie immer mit Abänderungen.

Kuchenboden:
Butterkekse, Haferflocken (ca eine Handvoll, höchstens), Butter und Zucker. (Im Rezept steht 200 g Kekse und 100 g Butter, so als Orientierung)

 - Cheesecakeboden mache ich immer Handgelenk mal pi. Butterkekse zerbröseln, Haferflocken dazugeben, mit der geschmolzenen Butter und etwas Zucker vermengen. Der Boden sollte krümelig sein, aber genug feucht und buttrig, um ihn gut in die Form drücken zu können. Ich mag es am liebsten, wenn der Boden relativ dick ist und auch süss und süsse dafür die Creme kaum.

- Den Backofen auf 200° vorheizen, die Krümelmischung in eine längliche Cakeform geben und den Boden ca 10 Minuten backen, bis er fest und knusprig ist.

Füllung;
500 g Mascarpone, 500 g Crème Fraîche, 1-2 Bio Zitronen, Puderzucker

Mit dem Mixer vermengen, zwei kleine Kinder Zitronenschale darüber reiben lassen, Schweinerei inklusive, ein wenig Zitronensaft und ein wenig Puderzucker hinzugeben - je nachdem wie süss man es mag. Nicht zu viel Zitronensaft, das verträgt die Konsistenz leider nicht. Die Füllung auf den abgekalteten Boden geben und den Kuchen kühl stellen. Den Guss kann man direkt darauf geben oder auch erst vor dem Servieren.

Blaubeer-Zitronen-Guss:
ca 350 g Blaubeeren, Saft von mind. 1 Zitrone, ca 80 g Zucker, je nachdem noch Agar Agar oder Gelatine

Die Blaubeeren mit dem Zucker und Zitronensaft aufkochen, ca 5 Minuten köcheln lassen und dann kaltstellen. Ich würde noch ein Blatt Gelatine oder etwas Agar Agar beigeben, da das Kompott sonst sehr flüssig ist. Ich verstehe auch nicht, wie die das sonst "zerschneidbar" bringen...

Hat so gut geschmeckt, sehr frisch und fruchtig!

Besonders vorzeigbar ist der Kuchen allerdings nicht, da er relativ schwer portionierbar ist und weil ungebacken ziemlich flüssig. Als nächstes möchte ich dann den Brownie-Cheesecake ausprobieren, oder einen Rocky-Road-Cheesecake, oder...
Meine Version
Die Originalversion (man siehe die unterschiedliche Bodendicke, hehe...)
Schöne Food-Fotos kriege ich ja nie hin, dank sei einer sehr holzigen Küche und schlechtem Küchenlicht. Und meistens habe ich keine Lust darauf, vor dem Essen alles noch schön zu arrangieren. Vor allem, wenn wir mit Schwägerin und ihrer Familie essen und meist ist auch noch Besuch da...

Frau Wollixundstoffix sammelt Sonntagskuchen auf ihrer Homepage. Für mich immer wieder inspirierend.

Mittwoch, 17. September 2014

MeMadeMittwoch: Minzbonbon

Heute endlich wieder beim MeMadeMittwoch in einer geupcycelten Bluse und New Look 6918! So gestern getragen:




Und so heute an die Uni. Es leben schlechte Erdgeschosswohnungsfotos am frühen Morgen.


Den Stoff habe ich schon länger im Lager, ein Restestoff von meiner Grossmutter. Ich bin kein grosser Fan von Basics, habe sie nie gerne gekauft oder genäht und tausche oder erbe meist langweilige Röcke und Oberteile. Deshalb habe ich beim Nähen darüber nachgedacht, den Rock noch etwas aufzuhübschen  - mit Paspeln (war leider schon zu spät dafür), Borten oder Stickereien. Ich liess es aber doch bleiben, die Farbe des Rocks ist relativ speziell und nicht so einfach zu kombinieren. Ich habe im Kleiderschrank dunkelblaue, türkisfarbene braune oder schwarze Oberteile, das passt gut.

Der Rock ist schon sehr hüftbetonend, aber mit Absatzschuhen sollte das schon gehen. Ich musste auch einiges anpassen - der Rock sass schlecht und sehr unvorteilhaft. Wie so oft habe ich mich erst genau abgemessen und frage mich dann, was sich die lieben Schnittmusterzeichner überlegen - oft nähe ich sogar eine Grösse kleiner und dann ist es immer noch zu gross.

Ich wollte anfangs die Version mit Besatz unten nähen, habe den dann aber wieder entfernt, weil der Rock so gar nicht schön fiel. Jetzt habe ich NOCH mehr Stoff für Hexagone, auch gut.

Eine Innenansicht des Rockes (der liegt nur schief da, ist nicht schief). Ist ein wunderschöner Doubleface-Stoff! Der Rocksaum wie immer handgenäht
hier sieht man die Struktur des Stoffes noch ein wenig besser...er schimmert fast ein wenig...


Die Bluse sah vorher so aus:


Die Bluse stammt vom letzten Kleidertausch. Ich musste sie einfach mitnehmen - obwohl ich gar nicht der Blusenträger bin und sie nicht wirklich gut passte. Die Farbe hat es mir angetan, obwohl sie mir gar nicht soo gut steht und zu sehr ins mint-grün-stichige geht, normalerweise trage ich blaueres und knalligeres Türkis.

Die Flügelärmel haben mich gestört, ich bin keine Elbin und will keine werden, deshalb habe ich sie abgeschnitten und die Ärmel drastisch gekürzt, ich mag keine langen Ärmel im Sommer und für die kalten Jahreszeiten brauche ich keine Tunika.

Dann habe ich die Seitennähte beidseits 2 cm enger genäht und etwas unterhalb der Taille aus den Resten der Ärmel zwei Bindebänder genäht. So passt die Bluse!



Beim MeMadeMittwoch gibt es heute garantiert ganz viele andere über den Sommer genähte und gestrickte Kleidungsstücke zu sehen. Ich freue mich sehr, dass die Pause vorüber ist. Ob ich mitmache oder nicht, ich schaue immer wieder gerne mittwochs beim virtuellen Nähdefilee vorbei. So viel Inspiration ist dort immer zu finden, Schnitte die ich irgendwo in der Sammlung habe und die - von anderen Näherinnen umgesetzt - plötzlich viel schöner sind und vielfältiger als in den Heften. Oft stellt sich ein Haben-Wollen Gefühl ein, was immer wieder unheimlich motiviert. Danke! Und ich freue mich sehr über die neuen Gesichter, die den MeMadeMittwoch ergänzen.

Schnitt: New Look 6918 bzw. Meine Nähmode Frühling 2013
Grösse: 38
Stoff: Doubleface Rockstoff von der Grossmutter...
Änderungen: Den Rock deutlich enger gemacht, d.h. die Falte vorne vergrössert. Den Rock um ca 5 cm gekürzt. Den Bund oben ca 8 cm enger gemacht.